Zu den Veröffentlichungen über die geänderten Öffnungszeiten und Eintrittspreisen im Freudenberger Freibad
Wer hätte das gedacht!
Vor etwa fünf Monaten wurden die Öffnungszeiten und die Eintrittspreise für das Freibad Freudenberg beraten. Einstimmig wurde im Ausschuss und Rat für die Änderungen entschieden.
Jetzt sind offensichtlich einige SPD-Mitglieder mit diesem Beschluss nicht mehr einverstanden.
Dies bringt die SPD dazu, einen Antrag zur neuerlichen Änderung der Öffnungszeiten in den Rat ein zu bringen, als der dies dann ablehnt, stellt der Seniorenbeirat dann einen erneuten Antrag dazu.
Nun ja, wie kam es denn eigentlich zu diesen Änderungen oder Beschluss? Die SPD beantragte im vergangenen Jahr die Personalkosten der Stadt Freudenberg um 500 Tsd. Euro zu senken, dies ohne betriebsbedingte Kündigungen.
Jetzt kam im Bäderbereich, aufgrund des Eintritts eines Schwimmmeisters in die Altersteilzeit, die erste Möglichkeit dazu und
wir kennen das Ergebnis.
Ein Freibad kann wohl nicht kostendeckend geführt werden, aber die städtischen Zuschüsse dürfen im Interesse aller Bürger auch nicht ins Unermessliche steigen.
Das Defizit ohne die Investitionskosten für das Freibad beläuft sich auf etwa 150 Tsd. Euro. Durch die Veränderungen werden rund 50 Tsd. Euro eingespart. Diese rund 100 Tsd. Euro müssen in einer Nothaushaltgemeinde über Kredite finanziert werden!
Ein Wort zu den Senioren. Man könnte den Eindruck gewinnen, die Senioren wollen nicht mit Jugendlichen das Bad teilen.
Folgendes zu den beanstandeten Eintrittspreisen. Durch die Einführung der 20er Karte kostet der Eintritt nun 1,95 Euro pro Besuch.
Zuviel? Um die Rechnung der Leserbriefschreiber zu vollenden, mit der Saisonkarte wurde damals für etwa 40 Cent pro Besuch gebadet.
Wie viel wohl der heimische Dusch- oder Badevorgang kostet?
Zum guten Schluss noch was zu den Öffnungszeiten.
Eine Seniorin oder ein Senior hat nach einem langen Arbeitsleben nun den ganzen Tag Zeit ins Schwimmbad zu gehen.
Wie sieht es aber mit der Durchschnittsfamilie aus?
Die Kinder gehen morgens in die Schule, dann Mittagessen, anschließend Hausaufgaben
erledigen, dann ab ins Freibad.
Ich freue mich für Jung und Alt über flexible Öffnungszeiten, zumal bei schlechtem Wetter dadurch auch Kosten eingespart
werden.
Und übrigens, meine Fraktion hat bereits mehrfach den Hinweis für einen Förderverein gemacht, bislang hat sich jedoch noch keiner gefunden für diese Aufgabe, aber vielleicht finden sich ja doch noch ein paar Interessierte für diese Aufgabe!
Andreas Röcher
CDU-Sprecher im Schul- und Sportausschuss
Kreuztaler Straße 240
57258 Freudenberg
